Schmuck der 80er Jahre

Der Schmuck der 80er Jahre versinnbildlicht ein Jahrzehnt des wirtschaftlichen Wohlstands, einer industrialisierten Gesellschaft und eines florierenden kulturellen Lebens. Mode wurde mehr denn je zur individuellen Ausdrucksform, welche sich in unterschiedlichen Stilen – von Yuppie über Street Style bis hin zu Athleisure - manifestierte. 80er Jahre Schmuck war dementsprechend groß, individuell und auffällig! Mehr erfahren »

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Die neue Rolle der Frau

Die 80er Jahre brachten eine grundlegende Veränderung des Frauenbildes mit sich, welches sich von einer zart-femininen Ästhetik hin zur androgynen, selbstbestimmten Powerfrau wandelte. Frauen standen nun neue Karrierewege offen, nicht selten in Führungspositionen. Die damit einhergehende finanzielle Unabhängigkeit, der eigene Status sollte auch nach außen transportiert werden und zeigte sich im Tragen großer Statement Schmuckstücke.

Was zeichnet 80er Jahre Schmuck aus?

Das bevorzugte Edelmetall der Achtziger war Gelbgold. Schmuckstücke mussten tragbar sein, um dem emanzipierten, aktiven Lebensstil der Trägerin zu entsprechen. Sie sollten jedoch auch Aussagekraft besitzen. Gerundete Silhouetten und weiche Linien finden sich in Kombination mit geometrischen, symmetrischen Entwürfen. 80er Jahre Goldschmuck sollte gleichermaßen tagsüber und abends tragbar sein.

80er-Schmuck zeichnet sich außerdem durch den Einsatz spannend und kontrastreich kombinierter Farbsteine aus. Unzählige, pavégefasste Edelsteine sorgten – egal in welchem Schmuckstück – für einen echten Hingucker und zauberten einen kultivierten und hocheleganten Look.

Wie wurden Halsketten der 80er Jahren getragen?

80er Jahre Ketten sollten kurz sein, denn sie mussten sich leicht in den Alltag einer erfolgreichen Geschäftsfrau integrieren lassen. Die langen Ketten und Anhängercolliers der 1970er wurden daher abgelöst von halsnahen Colliers und Chokern, meist ohne mittige Abhängung. Die Halsketten der 80er Jahre sind breit und bestechen durch symmetrische Designs und eine gerundete Linienführung.

Halsreifen ohne Schließe waren ebenfalls höchst beliebt.

Wurden in den 80er Jahren Broschen getragen?

Ja, denn der von der Wallstreet geprägte Yuppie-Look ließ vermehrt das Tragen von Mänteln und Jacketts aufkommen, welche für Broschen die perfekte Bühne boten. Besonders häufig wurden Broschen passend abgestimmt auf die Ohrclips der 80er Jahre.

Welchen Ohrschmuck bevorzugte man?

Die Ohrclips der 80er Jahre traten oftmals in voluminösen, mit großen bunten Farbsteinen besetzten Designs auf oder wurden als gehämmerte bzw. strukturierte Scheiben und Halbkugeln aus Gold getragen. Sie waren imposant, gewagt und auffällig. Herzmotive sowie große Creolen aus buntem Kunststoff und in ungleichen Kombinationen waren besonders gern gesehen. Den Entwürfen waren auch bei langen Ohrhängern keine Grenzen gesetzt.

Welche Merkmale kennzeichnen den Armschmuck der 80er Jahre?

Der Armreif der 80er ist breit, weich gerundet und korrespondiert in seinem Entwurf mit den halsnahen Colliers jener Zeit. Kantige Designs, wie sie noch im vorangegangenen Jahrzehnt sehr geschätzt waren, finden sich im Arm- und Halsschmuck kaum. Armbänder wurden trotz ihrer Dimension bevorzugt in großer Zahl und in Kombination miteinander getragen.

Wie sah der 80er Schmuck für Männer aus?

Zeitlose Herrenschmuckstücke wie Manschettenknöpfe, Krawattennadeln oder Siegelringe waren absolute Klassiker im Bereich Vintage Schmuck und wurden auch in den Achtzigern weiter getragen, fielen in diesem Jahrzehnt jedoch gewagter aus. Farbsteine und Perlen waren keine Seltenheit. Auch die goldene Halskette fand nun in extravaganter Form Einzug in den Herrenschmuck und wurde nun in massiver Ausführung und in großer Anzahl getragen. Die aufkommende Hip-Hop-Kultur gab hierzu den Anreiz. 80er Jahre Schmuck bot also auch für den Herren mehr denn je die Möglichkeit des individuellen Ausdrucks.

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