Antike Colliers

(bis etwa 1950)

Antike Colliers verzaubern uns seit Jahrhunderten und sorgen für ein besonderes Statement. Im Sortiment der Halsbandaffaire bieten wir Ihnen eine Auswahl an Antikschmuck: von edlen Halsketten in Gold und Silber, über Perlenketten, bis hin zu mit Edelsteinen besetzten Modellen. Wählen Sie Ketten und Colliers nach verschiedenen Epochen aus und finden Sie so immer das passende Modell. Mehr erfahren »

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Eine Reise durch die Zeit

Schmuck orientiert sich stets am jeweiligen Zeitgeschmack und ist abhängig von wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten. So ist jede Ära geprägt von eigenen stilistischen Vorlieben und zeichnet sich durch eine individuelle Material- und Formensprache aus. Lassen Sie sich von unseren antiken Colliers inspirieren und folgen Sie uns auf einer Reise durch die Zeit!

Ancien Regime und Rokoko: Überschwang und Luxus

Die Zeit des französischen Absolutismus ist bekannt als Epoche des höfischen Luxus. Passend zum ausschweifenden Lebensstil der Oberschicht ist das Ancien Regime auch das Zeitalter der Diamantcolliers. Man verarbeitete Diamanten vornehmlich zu floralen Ranken und Schleifen und trug Colliers am liebsten eng am Hals anliegend.

Opulente Entwürfe setzten sich auch im Rokoko fort: antike Goldcolliers wurden üppig mit Blüten und Bändern verziert. Die namensgebende Rocaille war allgegenwärtig.

Klassizistische Collierentwürfe

Als Abkehr vom französischen Absolutismus besann sich der Klassizismus auf die Klarheit antiker Vorbilder. Die Vertreterinnen des erstarkten Bürgertums schmückten ihre Hälse nun mit Goldketten und antiken Silbercolliers aus gleichförmigen, streng gegliederten Zierelementen. Alternativ schätzte man Perlen- und Goldcolliers mit betontem Mittelstück.

Gemmen traten an die Stelle von Farbsteinen und auch der Einsatz von Email setzte sich durch. Antike Colliers dieser Epoche stehen ganz im Sinne von Klarheit und bescheidener Eleganz.

Rückzug und Romantik: Biedermeier-Colliers

Das Biedermeier umfasst die Zeit zwischen 1815 und 1848. Äußerlich zwar von Frieden geprägt, setzten sich die politischen Tendenzen des Absolutismus erneut durch. Eine Besinnung auf Häusliches und der Rückzug in Natur und Vergangenheit prägten daher jene Epoche.

Typisch für antike Biedermeier-Colliers sind Ketten aus gleichförmig aneinander gereihten Gliedern in Kombination mit einem großen Mittelornament in Rocaille- oder Kartuschenform. Antike Colliers dieser Zeit sind reich verziert mit Blüten und Voluten. Um solch aufwendige Entwürfe bezahlbar zu machen, wurde Schmuck aus dünnem Goldblech (Schaumgold) gepresst.

Von allem ein bisschen: Historistische Colliers

Ab etwa 1850 begann die Zeit des Historismus, in dem sich ein nie zuvor gekannter Stilpluralismus entwickelte. Der Blick ging erneut in die Vergangenheit, schuf aber Raum für eine große Anzahl an historischen Strömungen und deren prägende Stilelemente, welche eklektizistisch miteinander kombiniert wurden.

Die Schmuckmode des Historismus ist somit vielseitig: Neben neobarocken Ketten mit ihren floralen Girlanden existierten neogotische Entwürfe, die sich an der gotischen Architektur des Mittelalters orientierten.

Die niemals völlig nachlassende Antikenbegeisterung führte zu Gold- und Silbercolliers im archäologischen Stil mit fein granulierter Oberfläche.

Die Vertreter der Neorenaissance schufen u.a. figürliche, antike Rubincolliers in prächtigster Ausführung, die reich mit Perlen und anderen Farbsteinen ausgestattet wurden.

Aufbruch in ein neues Jahrhundert: Der Jugendstil

Mit dem Jugendstil fand der Historismus sein Ende. Es wurde erstmals eine originäre Formensprache postuliert. In ganz Europa suchte man Inspiration in Flora und Fauna fremdländischer sowie heimischer Kulturen und bündelte diese Eindrücke in antiken Colliers, die sich durch organisch fließende Elemente auszeichneten. Bunt emaillierte Blumen, Wassermotive, Tiere und Insekten waren allgegenwärtig.

Antike Jugendstil Colliers zeichnen sich durch ihr beinahe märchenhaftes Design aus und wurden bevorzugt aus Silber und Gelbgold gefertigt.

Galas, Glamour und Geschmeide: Das Art Déco

Der 1. Weltkrieg ist als Zäsur aller künstlerischen Strömungen zu sehen. Was folgte, waren entbehrungsreiche Jahre, geprägt von Inflation und Armut. Zu einem wirtschaftlichen Aufschwung kam es erst in den 1920er Jahren durch die fortschreitende Industrialisierung. Das Art Déco war in den „Roaring Twenties“ bereits auf seinem Höhepunkt. Es entstanden abstrakte Schmuckentwürfe aus streng geometrischen, puristisch-kühlen Elementen, die in starkem Kontrast zu den floralen Ausschweifungen der Vergangenheit standen. Hauptsächlich weiße Metalle wurden mit Diamanten besetzt und mit kontrastierenden Farbsteinen ergänzt. Die antiken Diamantcolliers des Art Déco wurden vornehmlich lang getragen; antike Smaragdcolliers mit Quasten oder lange Perlenketten wurden zum bevorzugten Accessoire der emanzipierten Frau.

Antike Colliers bei der Halsbandaffaire

Die Geschichte antiker Ketten und Colliers war somit niemals linear und über die Jahrhunderte geprägt von verschiedensten Einflüssen. Bei der Halsbandaffaire lassen wir historische Handwerkskunst und den Esprit vergangener Tage aufleben und bieten Ihnen mit unseren antiken Colliers ein kleines Stück tragbarer Geschichte.

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