
Korallenschmuck fasziniert durch seine natürliche Farbintensität und seine organische Herkunft. Doch gerade diese erfordert eine spezielle Pflege. Wie Sie Korallen richtig reinigen, lagern und tragen, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Die Besonderheit von Korallen
Korallen gehören zu den koloniebildenden Nesseltieren und sind im Salzwasser heimisch. Durch Kalkeinlagerungen bilden sie Skelette aus Calciumcarbonat, die aufgrund ihrer natürlichen Schönheit bereits seit Jahrhunderten zu Schmuckstücken verarbeitet wurden. Die Koralle zählt somit zu den ältesten und faszinierendsten Materialien in der Schmuckgeschichte.
Geschätzt wurde dabei insbesondere die rote Mittelmeerkoralle (corallium rubrum), die durch ihr warmes Farbspektrum von hellem Rosé bis hin zu intensivem Dunkelrot besticht.
Was Korallen jedoch von anderen Schmucksteinen unterscheidet, ist ihr organischer Ursprung. Edelsteine sind mineralischen Ursprungs und damit anorganisch. Ihr Entstehungsprozess macht sie vergleichsweise hart und widerstandsfähig. Korallen liegen dagegen bei einer Mohs-Härte von maximal 4 und sind dementsprechend empfindlicher gegenüber Kratzern, Hitze und auch Säuren, wie sie in Parfüm, Schweiß oder Kosmetika vorkommen.
Ohne die richtige Pflege verliert Korallenschmuck daher schnell seinen Glanz und kann sogar dauerhaft geschädigt werden. Wir verraten Ihnen, wie Sie dies vermeiden.
Korallenschmuck richtig lagern
Bewahren Sie Schmuckstücke mit Koralle am besten separat auf. Ein eigenes Fach im Schmuckkästchen oder ein kleiner Stoffbeutel sind hier bereits ausreichend. So vermeiden Sie den Kontakt zu anderen Metallen oder Edelsteinen und können damit auch Kratzer umgehen.
Auch sollte Koralle vor starker und dauerhafter Lichteinstrahlung geschützt werden, um ihre Farbkraft zu bewahren. Auch hier stellt ein Kästchen oder Beutel eine einfache Lösung dar. Die Lagerung auf offenen Schmuckständern (in Fensternähe) ist dagegen nicht zu empfehlen.

Korallenschmuck richtig tragen
Wie bei Perlen empfiehlt sich auch bei Korallenschmuck: er sollte als letztes angelegt und als erstes abgelegt werden. So vermeiden Sie unnötigen Kontakt mit Haarspray, Parfüm, Lotionen und Cremes sowie Make-Up.
Außerdem gilt – wie auch bei anderen Schmuckstücken mit Besatz – die Devise: tragen Sie Ihren Korallenschmuck nie bei der Gartenarbeit, beim Sport oder am Strand, und vermeiden Sie auch das Tragen während des Schlafens oder in der Dusche/Badewanne!
Die Reinigung von Korallenschmuck – Schritt für Schritt erklärt
Schmuck mit Koralle sollte regelmäßig gereinigt werden, insbesondere wenn er viel (und v.a. im Sommer) getragen wird. Denn Schweiß und Sonnencreme können echte Glanzräuber sein!
So gehen Sie vor:
1. Verwenden Sie eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und eine weiche Bürste (hier empfiehlt sich am besten eine Babyzahnbürste).
2. Reinigen Sie das Schmuckstück mit sanften Bewegungen und wenig Druck.
3. Bei starken Verschmutzungen darf auch eine milde Seifenlauge verwendet werden. Achten Sie jedoch darauf, Ihren Korallenschmuck darin nicht länger „einzuweichen“.
4. Absolut zu vermeiden sind: chemische Reinigungsmittel und Ultraschallgeräte.
5. Reiben Sie das Schmuckstück anschließend mit einem weichen Tuch ab und lassen Sie es an der Luft vollständig trocknen.
Experten-Tipp:
Ein Tropfen neutrales Speiseöl kann gelegentlich verwendet werden, um matte Stellen leicht aufzupolieren – das Öl sollte jedoch nur sparsam verwendet und sorgfältig verrieben werden.
Matt gewordene Korallen lassen sich hiermit allerdings nur kurzfristig aufarbeiten. Der Effekt ist nicht von Dauer!

Was tun bei Verfärbungen, Rissen oder fehlendem Glanz?
Weisen Ihre Korallen Verfärbungen oder Beschädigungen auf und haben ihren Glanz verloren, reicht eine Reinigung zu Hause nicht mehr aus. Zeigen Sie das Schmuckstück in diesen Fällen am besten einem Experten und lassen Sie sich individuell beraten. Oft helfen fachgerechtes Polieren und professionelle Ölungen.
Wichtig ist es jedoch zu verstehen, dass der Glanz matt gewordener Korallen meist nicht mehr vollständig wiederhergestellt werden kann. Umso wichtiger ist es, Ihr Schmuckstück von Anfang an richtig zu pflegen!
Bei zerbrochenen oder abgesplitterten Korallen ist keine Reparatur mehr möglich. Hier sollten Sie sich erneut bei einem Experten über die Möglichkeit eines Ersatzes beraten lassen.
Bei Korallenketten empfiehlt sich darüber hinaus die regelmäßige Überprüfung des verwendeten Fadens, denn auch dieser kann über die Jahre seine Festigkeit verlieren und brüchig werden.
Damit Ihre Kette nicht unverhofft reißt, sollten Sie eine Neuaufreihung in Erwägung ziehen, wenn Sie sie häufig tragen oder wenn es sich bereits um ein antikes Stück handelt.
Gerne führen wir diesen Service in unserer eigenen Werkstatt für Sie durch.