Biedermeier

Biedermeierschmuck

(1820 - 1870)


Die Epoche des Biedermeier liegt zwischen dem Klassizismus und dem Historismus und umfasst in etwa die Jahre zwischen 1815 und 1850. Nach den langen Napoleonischen Kriegen standen die Bereiche Kunst und Kultur im Biedermeier ganz im Zeichen der Rückbesinnung auf das Private und die Natur. Das Bürgertum kam zu neuem Selbstbewusstsein und wollte sich ebenfalls kleiden und schmücken wie der Adel, das heißt die Nachfrage nach Schmuck war groß und sehr vielfältig. Broschen, Armbänder und Ohrringe waren sehr beliebt, aber z. B. auch Freundschafts- und Andenkenschmuck.

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Die Epoche des Biedermeier im Überblick

Das Biedermeier umfasst also die Zeit zwischen Wiener Kongress und 1848er Revolution. Dieses Zeitalter der Restauration war einerseits politisch geprägt von Zensur und staatlichen Kontrollen, andererseits von einer sehr romantisch geprägten Gesellschaft, die sich vornehmlich in den häuslichen privaten Bereich zurückzog und ihr erstarktes bürgerliches Selbstbewusstsein durch Wohnkultur, Kunst, Musik und Literatur zum Ausdruck brachte.

Die Bezeichnung Biedermeier leitet sich von parodistischen Gedichten auf das Spießbürgertum von Adolf Kussmaul und Ludwig Eichrodt ab.

Die kulturellen Zentren der Epoche lagen in der Schweiz, Österreich, Deutschland und Skandinavien, mit Wien, Hamburg, Berlin und Kopenhagen als wichtige Zentren. Die gesamte Epoche war von einer Vielzahl von Stilrichtungen und ihre Vermischungen geprägt: So waren zeitgleich zum Biedermeier auch Strömungen der Romantik, des Spätklassizismus oder des Realismus spürbar.

Die vorherrschenden Stilmerkmale des Biedermeier sind die klaren, im Schmuck auch gerne etwas verschnörkelten Formen sowie naturalistische und romantische Tendenzen.

 

Biedermeierschmuck: zeitlos schön

Zu den beliebten Schmuckstücken aus der Biedermeierzeit zählen Ketten und Colliers, Broschen, Anhänger, Medaillons, Armbänder und Ohrringe, die mit ihren floralen Elementen und filigranen Verzierungen begeistern. Die Ringe wurden oft als Freundschaftsringe angefertigt und besaßen somit auch einen hohen sentimentalen Wert.

Die Einflüsse der Natur lassen sich in den Schmuckstücken deutlich erkennen: So wurden etwa Blüten in Gold oder Granat nachgebildet. Besonders Medaillons erfreuten sich in der Biedermeierzeit großer Beliebtheit: Sie wurden häufig als sentimentales Souvenir an die Liebsten verschenkt.

Im Schmuck verwendet man nun gern regionaltypische Edelsteine wie Granat aus Böhmen, aber auch Koralle aus Italien oder Türkis aus den englischen Kolonien. Das Dekor wird insgesamt üppiger und verschnörkelter. Gold wird, um Material zu sparen, dünn gewalzt und zu vollplastischen Objekten gedrückt, die dann zur Stabilisierung mit Kitt, Harz und Sand gefüllt werden. Auch verwendet man in dieser Zeit gern Metalllegierungen wie Tombak und Pinchbeck, die in ihrer Farbigkeit Gold nachahmen. Sogar Eisen findet Eingang in die Schmuckproduktion. Das sogenannte Fer de Berlin gleicht zarter schwarzer Spitze und ist heute sehr gefragt.

Allgemein werden Broschen zur präferierten Schmuckform und auch Armreife mit betontem Mittelteil werden gern getragen.

 

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Eine besondere Stellung nimmt in dieser Zeit Freundschafts- und Trauerschmuck, gefasst mit Portrait-Miniaturen oder aus Haar gearbeitet, ein. Überhaupt ist die sentimentale Bedeutung im Bereich Schmuck deutlich wahrzunehmen. Der Andenken- und Souvenirschmuck, beispielsweise aus kleinen Glasmosaiken, Lavakameen und Korallen- oder Muschelgemmen, die auf der Grand Tour, der Reise zu den antiken Städten Italiens erworben wurden, ist eine charakteristische Erscheinung dieser Zeit.

Die kurze, aber interessante Zeit des Biedermeiers hat eine Fülle wundervoller Schmuckobjekte hervorgebracht. Eine Auswahl dieser bemerkenswerten Schmuckstücke finden Sie auch in unserem Sortiment. Sie lassen sich sehr gut zu vielen verschiedenen Stilen kombinieren und ergänzen oft besonders schön Tracht und Dirndl.