Koralle

Korallenschmuck: zeitlos und edel

Antiker Korallenschmuck wurde immer aus Edelkorallen gefertigt und ist deshalb so begehrt, weil heutzutage aus Gründen des Naturschutzes nur noch Korallen zu Schmuck verarbeitet werden dürfen, die bereits abgestorben oder abgebrochen sind. Aus Korallen wurden über die Jahrhunderte viele verschiedene Schmuckstücke wie Armbänder, antike Korallenketten oder Ohrringe gearbeitet. Zusammen mit Perlen gelten Korallen als die größten Kostbarkeiten aus dem Meer. Bereits alte Kulturen wie die Phönizier nutzten Schmuck aus Korallen, der kunstvoll gestaltet wurde. Ab dem späten Mittelalter wurden aus Korallenperlen häufig Rosenkränze hergestellt.

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Die verschiedenen Korallenarten im Überblick

Die Korallen gehören zu den koloniebildenden Nesseltieren und sind im Salzwasser heimisch. Edelkorallen lassen sich sehr gut mit Goldschmuck kombinieren. Sie umfassen Mittelmeer- und Südseekorallen, die sich farblich meistens zwischen Dunkel- und Orangerot bewegen. Einige bezaubern allerdings mit einer Färbung ins Hellrosa. 

 

Rote Edelkoralle

Die rote Koralle wächst in strauchartigen Stöcken mit Höhen von 20 bis 40 Zentimetern. Sie lebt in Meerestiefen von bis zu 300 Metern und lässt sich vor allem im Mittelmeer, in den Gewässern um die Kanarischen Inseln oder vor der Küste Japans finden. Die beeindruckenden leuchtenden Rottöne reichen von Dunkel- bis Zinnoberrot oder umfassen zartere Töne wie Blassrosa.

Sardegna-Koralle

Eine besondere Form der roten Edelkoralle ist die Sardegna-Koralle, die vor der Küste Sardiniens zu finden ist und mit ihrer tiefroten Farbe begeistert. Diese Mittelmeer-Koralle darf heute noch in eingeschränktem Umfang gefischt und für die Gestaltung von Schmuck genutzt werden.

Lachskoralle

Die Lachskoralle wird auch Sciacca-Koralle genannt und war vor der Küste Siziliens heimisch und wurde vor allem im späten 19. Jahrhundert zu Schmuck verarbeitet. Aufgrund ihrer leicht ins Orange tendierenden Farbe war sie besonders populär. Diese Koralle findet sich heute nur noch in historischem Schmuck.

 

Antiker Korallenschmuck aus den verschiedenen Epochen

Korallen haben Goldschmiede aller Epochen zu faszinierenden Kreationen inspiriert. In Europa waren Korallen aus dem Mittelmeer jahrhundertelang die einzigen, die verarbeitet wurden. Sie begeistern durch ihre intensive Farbe und durch ihre feine Struktur. In der Renaissance wurden aus ihnen bevorzugt Ketten aus großen Korallenperlen hergestellt. Im Barock erfreuten sie sich als Rosenkränze größter Beliebtheit. Außerdem wurden Korallen zudem als Unheil abweisend und als Heilmittel gegen alle möglichen Erkrankungen eingesetzt. So wurden sie etwa zahnenden Kindern umgehängt, um Schmerzen zu lindern.

 

Biedermeier

Wie alle Schmuckstücke aus dem Biedermeier begeistert der antike Korallenschmuck aus dieser Zeit mit seiner opulenten Gestaltung. Broschen aus Korallen kamen hierbei besonders häufig vor. Die geschwungenen Linien und Blumenmuster passen besonders gut zu den leuchtenden Farben der Korallen.

 

Historismus und Belle Epoque

In dieser Epoche erfreute sich Korallenschmuck größter Beliebtheit: In Kombination mit Gold und Silber entstanden so wunderschöne Schmuckkreationen.

 

Jahrhundertwende und Jugendstil

Im Jugendstil standen neben mehrreihigen Ketten und Armbändern auch besonders Krawattennadeln für den Herrn und Broschen für die Dame im Vordergrund. Die Sardegna- und Mittelmeerkorallen sorgten so für einen echten Hingucker.

 

Erste Hälfte 20. Jahrhundert

Zu dieser Zeit trat der Trachtenschmuck immer mehr in den Fokus: Mit Korallen aufwändig verziert, setze er interessante Akzente. Die Edelkorallen wurden z. B. zu vielreihigen Kropfketten verarbeitet.

 

Vintage: die 50er, 60er und 70er Jahre

In den 50er, 60er und 70er Jahren wurden Korallen gerne zu großen Ringen oder aufwändigen Broschen verarbeitet. Die Ketten mit großen Elementen, die vor allem die 60er und 70er Jahre dominierten, ließen sich mit Koralle ebenfalls optimal umsetzen.

 

Moderner Korallenschmuck

Wir entwerfen unseren modernen Korallenschmuck in unserem eigenen Atelier und fertigen ihn vor Ort an. Die exquisiten Mittelmeerkorallen, die wir direkt aus Torre del Greco beziehen, verarbeiten wir zu langen Ketten oder Colliers, zu Ohrringen und Anhängern. Unser Korallenschmuck lässt sich vielfältig zu verschiedenen Kleidungsstilen kombinieren.

 

So pflegen Sie Ihren Korallenschmuck richtig

Korallenschmuck ist sowohl hitzeempfindlich als auch chemisch wenig resistent, weshalb er nicht mit aggressiven Reinigern behandelt werden kann. Auch mit Kosmetikprodukten sollten Sie vorsichtig sein, um das edle Schmuckstück nicht zu beschädigen: Korallen sollten Sie möglichst von Haarspray, Parfum oder Deodorant fernhalten. Nach dem Tragen, falls der Korallenschmuck mit der nackten Haut in Berührung gekommen ist, spülen Sie ihn am besten mit klarem, lauwarmem Wasser ab und trocknen ihn danach vorsichtig mit einem weichen Tuch. Mit speziellen Polituren können Goldschmiede Ihren Korallenschmuck wieder zum Glänzen bringen. Bei der Aufbewahrung sollten Sie beachten, dass der antike Korallenschmuck nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird. Wir empfehlen deshalb eine Schmuckschatulle zur Aufbewahrung.

 

Echtschmuck von der Halsbandaffaire: verschiedene Stile und Materialien 

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